Zwanzig Jahr arti – der Kunstpreis für Wolfsburger Künstler*innen fand zum ersten Mal im Jahr 2006 statt. Bewusst wurde ein niederschwelliger Name für die Einführung des Preises gewählt. Möglichst viele sollten sich angesprochen fühlen, daran teilzunehmen. Ein wichtiger Grund für den Preis, war die lokale Kunstszene zu fördern und dem Vorurteil entgegenwirken, in der Stadt würden zwar herausragende Ausstellungen präsentiert, selbst aber kein Produktionsort für Kunst sein. Seit vielen Jahren fördert insbesondere die VR-Stiftung zusammen mit der Volksbank BRAWO diesen Preis. Der arti ist so mit dem Namen Volksbank eng verbunden. Der arti wird alle zwei Jahre und 2026 zum elften Mal vergeben. Die Zeit vom ersten arti im Jahr 2006 bis heute kann als Erfolgsgeschichte gewertet werden. Die
Auslobung dieses Preises führte tatsächlich zu einer Vitalisierung der sehr heterogenen, aber auch sehr kreativen Wolfsburger Szene. Der Gewinn des arti erwies sich für den Lebensweg der Preisträger*innen als durchaus förderlich. Immer wieder führte er zu einer Professionalisierung als bildende Künstlerin und zu weiteren Erfolgen. Gerade der Katalog, der zu jeder arti-Ausstellung erscheint, ist dafür besonders nützlich.
Zudem unterstreicht der arti, dass Wolfsburg nicht nur eine Stadt ist, die mitbedeutenden Ausstellungen im Kunstmuseum, Kunstverein oder in der Städtischen Galerie aufwarten kann, sondern selbst eine lebendige Kunstszene besitzt, die Werke von hoher Qualität und ästhetischer Ausdruckskraft hervorbringt. Dies wird durch die Ausstellung der Nominierten im Kunstverein und die Herstellung eines Katalogs, der die Shortlist der Wettbewerbsteilnehmer*innen repräsentiert, unterstrichen. Der arti trägt dazu bei, dass sich das Image von Wolfsburg verändert. Sie ist nicht nur eine wirtschaftliche erfolgreiche Metropole, sondern eine Stadt vielfältiger kultureller Aktivitäten.
„Die Welt als Mosaik“ lautet das Thema des arti 2026. Sie trägt der Jahresthema „umgestalten“ Rechnung, da es eine Heterogenität der Teile eines Ganzen anspricht, aus der eine neue Struktur, eine neue Komposition zu bilden ist. Die alte Technik des Mosaiks steht für die Fähigkeit des Menschen, verschiedenartige Elemente zu einer Einheit zu verbinden. Die anfängliche Unordnung wird in eine überzeugende Ordnung verwandelt. Man bekommt das scheinbare Chaos in den Griff. Zwischen den diversen Teilen liegen Spalten und Kanten, und trotzdem ergeben sie insgesamt ein schönes Bild. Brüche stören nicht, sondern werden attraktive strukturelle Elemente.