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Jakob Gaumer: lost places discovery summer

30/08–09/11/2025

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Fast alle Friends sind in die Ferien gefahren und man selber muss zuhause bleiben – in Niedersachsen. Das bedeutet ein Sommer voller Heuballen am Mittellandkanal, frisch getrimmter Rasenflächen in Braunschweig Querum und Handtuchreservierungen im Freibad. Das bedeutet aber auch: Kanufahren auf der Oker, Mikroabenteuer in der näheren Umgebung und Sonnenuntergänge in den strahlendsten Farben. Dabei bleibt allerdings unklar ob der Himmel von Natur aus so schön ist oder ob doch die reflektierenden Eisenpartikel für den besonderen Glanz sorgen, die die Salzgitter Flachstahl GmbH Tag für Tag in die Atmospäre befördert. Von der Ruine auf dem Hügel kann man das alles ganz in Ruhe beobachten, nur Eingeweihte kennen den Platz. Man muss über die Gleise und aufpassen, dass einen niemand erwischt. Einmal angekommen gibt es keine Gefahr mehr.

Jakob Gaumers Malereien greifen diese spätsommerliche Stimmung zwischen Coming-of-Age-Abenteuer, FOMO und Nostalgie auf und zeigen vertraute Motive wie Einfamilienhäuser, mitteldeutsche Landschaften, Burgruinen und Modellbaufiguren. Die intensiv gesteigerte Farbigkeit der Bilder löst die Szenen aber aus ihrer Alltäglichkeit und verleiht ihnen eine künstliche Überhöhung. Durch eine nebulöse Malweise und offene Flächen wirken die Malereien wie die Momentaufnahme eines Schwebezustands, schnell vergessen wie eine flüchtige Erinnerung oder ein Traum. „lost places discovery summer“ bezieht sich ganz bewusst auf Werke aus der Epoche der Romantik. Die Landschaften in Jakob Gaumer Malereien erinnern aber weniger an Naturdarstellungen, sondern vielmehr an Bühnenbilder, Filmsets oder Industriegebiete. Und auch die Protagonist*innen die die Kulissen bevölkern sind sich ihrer selbst nicht so sicher wie ihre romantischen Doppelgänger, die „zwei Männer in Betrachtung des Mondes“ oder der „Wanderer auf dem Berggipfel“ – vielmehr sind sie ein kleines bisschen „lost“.

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Helga Pape: Energien. Werke 1964-2017

30/08–09/11/2025

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Helga Pape ist die Grande Dame von Schloss Wolfsburg. Sie ist wesentlich dafür verantwortlich, dass in den 1960er Jahren wieder Leben und Kultur in das nach dem Krieg leerstehende Gebäude kam. Sie brachte junge Kunst und frisches Denken in das ehrwürdige Schloss und machte Furore in dieser Stadt. Die in Schöppenstedt geborene Künstlerin gewann 1961 mit 21 Jahren den neu geschaffenen Wolfsburger Kunstpreis „Junge Stadt sieht junge Kunst“. In der Ausstellung „Energien. Werke 1964-2017“ zeigt der Kunstverein Wolfsburg jetzt eine Auswahl ihrer Arbeiten aus sechs Jahrzehnten.

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