Öffnungszeiten

Mi–Do 10–17
Fr 14–17
Sa 13–18h
So u. Feiertags 11–18h


Eintritt frei!

Ausgehend vom immersiven Moment des Lesens schleift Hae Kim die Oberflächen der von ihm gelesenen Bücher ab und verarbeitet den gesammelten Staub in lang angelegten Arbeitsprozessen weiter. MONOLOG zeigt die sorgfältig präparierte Erinnerung eines Jahres, erzählt von Routinen und Zeiteinheiten, verrät winzige persönliche Details aus dem Leben des Künstlers und stellt schließlich grundlegende Fragen nach Wahrheit und Sinn.

Hae Kim (*1983 in Seoul) studierte Freie Kunst bei Björn Dahlem und Thomas Virnich und schloss sein Studium 2020 als Meisterschüler bei Thomas Rentmeister an der HBK Braunschweig ab.
Er lebt und arbeitet in Braunschweig. Zuletzt waren seine Arbeiten im Rahmen von KUNST LÄSST LEERSTAND LEUCHTEN (Allgemeiner Konsumverein), beim Festival ZUKUNFTSVISIONEN 2020 in Görlitz, im Kunstverein Braunschweig und im Literaturhaus Hildesheim zu sehen.

Mittelpunkt der Installation breathe in, breathe out ist ein ca. 40–50 Jahre alter Fallschirm, den der Großvater der Künstlerin vor ungefähr 5 Jahren und ca. 1 Jahr vor seinem Tod seiner Enkeltochter vermachte. Zuvor lagerte dieser Fallschirm bereits etliche Jahre im Keller des ehemaligen Fluglehrers und auch passionierten Kunstfliegers mit Segelflugzeugen. Vom Keller wanderte er auf den Dachboden der Künstlerin.

Das elfenbeinfarbige Tuch und die feingliederige Verstrebung der Bänder finden sich nun im Ausstellungsraum wieder und wachsen teilweise aus ihm heraus. Die Bänder bilden dabei leicht vibrierende grafische Linien auf dem Weiß der Seitenwände. Der aufgespannte Stoff lässt die inneren Nähte und Stoffbahnen ähnlich einem Mandala erscheinen. Ein hinter dem Tuch verborgener Ventilator bläst summend und ein leichter Windzug lässt damit zarte Bewegung durch den unteren Teil des Tuches kommen. Der Fallschirm hält Luft auf, wenn man fällt – hier scheint er den Raum eher aufzumachen und den Betrachtenden diese Luft anzubieten.

Gilta Jansen (*1979 in Neuss) war 2008 Meisterschülerin bei Frances Scholz an der HBK Braunschweig und lebt und arbeitet in Wendland/Elbe. Raumgreifende Installationen zeigte sie in den letzten Jahren u. a. im Kubus Hannover, im Salon Salder Salzgitter, in der Stiftung & Kunstverein Springhornhof und im Kunstraum Tosterglope.

  Anna-Maria Meyer

 Dendriten

Eröffnung: 27. Juni 2019, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 28. Juni bis 4. August 2019

Ab Ende Juni werden im Raum für Freunde des Kunstverein Wolfsburg Arbeiten von Anna-Maria Meyer präsentiert. Die Braunschweiger Künstlerin setzt sich vorrangig mit der Natur und deren „Auswüchse“ auseinander. Dabei greift sie die vorgefunden biomorphen Strukturen auf, überträgt diese in verschiedene Medien (z. B. Objektträger, Overhead-Projektor oder Bleistiftzeichnung) und schafft so eindrucksvoll differenzierte, teils wuchernde, teils morbid anmutende Formen.

Der aus dem lateinischen abgeleitete Terminus der Dendriten, den Anna-Maria Meyer als Titel ihrer Ausstellung wählte, beschreibt Verästelungen und Verzweigungen wie sie etwa bei Zellstrukturen in der Biologie oder bei Schnee- und Eiskristallen in der Geologie vorkommen. Die Künstlerin möchte die Besucher*innen animieren genau hinzusehen und neugierig zu sein und kreiert so letztlich eine Ode an das Sehen.

 Anna-Maria Meyer (*1987) schloss im Jahr 2014 ihr Studium Bildende Kunst bei Professorin Kerstin Drechsel und Professor Johannes Spehr an der Kunsthochschule Kassel mit Auszeichnung ab. In der Vergangenheit war sie vor allem mit Ausstellungen in der Region präsent, so beispielsweise zuletzt im Museum für Photographie Braunschweig, im BBK Braunschweig oder im Schloss Wolfenbüttel. Anna-Maria Meyer lebt und arbeitet in Braunschweig.

Meine Axt teilt meinen Lieblingstisch

Ton Bild Bewegtbild und Text zum bisherigen Lebensweg des Hamburger Labels Buback

1.4.-01.05.2011

Eröffnung: 31.3.2011, 19 Uhr

Konzert: „3 normal beatles“, 20 Uhr

Ausgewählter Ort 2011

Wie soll ich das jetzt sagen. Dass ich mich schäme. Für die Popbeauftragtheit und so. Auch ich bin schließlich ein Land der Ideen. Sprechgesang mit Migrationshintergrund. Skill the nation with a groove. Aber ich spüre, wie sich allmählich zarte Wurzeln bilden, mit denen ich in meine verdammte Popidentität hineinwachse. Auch ich will endlich wer sein. (Nach all der Zeit). Und die Musik ist für mich nun mal die ehrlichste Form, zu meiner Stadt und ihren Gefühlen wieder zurück zu finden. Das muss gehen. Scham reinigt. Außerdem muss man den Kindern doch auch mal Werte vermitteln dürfen, weil wir schon früher besser waren. Wo man doch sowieso schon total verstanden wurde, vor allem von denen, die nichts kapieren. Also in diesen Zeitungen, die sie eben haben. Und den Radios. Und diesen Scheiß-Tabellen! Und Listen. Oder meinetwegen, dass man sich einfach mal selbst thematisiert. Also wir. In irgendwelchen Rahmen. Und diesen Räumen, die es gibt. Dafür sind die doch da. Das muss doch möglich sein! Das ist meine Selbstdarstellung und ich brüll rum, wenn ich das meine. Weil: Man kann das Laub eines Baumes bis in alle Ewigkeit beschneiden, aber das bringt nichts; ein Baumschnitt bringt nichts. Der Baum wird nur stärker dadurch. Okay!?! Was ich sonst noch zu sagen hätte, dauert drei, vier Ausstellungen. Ist mir egal, wofür ihr mich haltet, aber hoffentlich für dünn, dünn, dünn.

Julia Gebauer ist in Wolfsburg keine Unbekannte. In der Stadt geboren, gewann sie im Jahr 2010 den arti, den alle zwei Jahre ausgeschriebenen Preis für Wolfsburger Künstler*innen. Nachdem sie damals als 1. Preisträgerin in einer Gruppenausstellung vertreten war, erhält sie nun im Raum für Freunde ihre erste Einzelausstellung im Kunstverein Wolfsburg. Die Künstlerin, die auch unter dem Pseudonym Lia Bergaue präsent ist, präsentiert in ihrer Geburtsstadt die raumgreifende Videoinstallation wolfsburg – oodnadatta – sundance (2018/2019), für die sich unter anderem den gesamten Boden des Raums mit Sand bedeckte und die gleichzeitig ihre Abschlussarbeit an der Kunsthochschule Berlin Weißensee darstellte.

 

Der ganze Boden des Raum für Freunde ist mit Sand bedeckt. Ein darauf projiziertes Video nimmt den Betrachter mit auf eine virtuelle Reise, die – wie bereits der Titel anmerkt – von Wolfsburg über Oodnadatta nach Sundance führt. Die Erforschung dieser speziellen Orte stand am Anfang ihrer Recherche. Während Wolfsburg als Automobilstadt bekannt ist, die australische Stadt Oodnadatta mit 270 Einwohnern als heißester Ort der Welt gilt, ist das kanadische Sundance nur noch als Sattelitenbild überliefert, nachdem die Bauarbeiten eines Staudammes dort abgeschlossen waren und der Ort wieder dem Erdboden gleichgemacht wurde. Kleine Spiegelfragmente auf dem Sand fangen die aus Google Earth exportierten Videobilder auf und werfen sie nicht nur an die Wände des Raums, sondern zugleich in die Realität der Betrachtenden. Die Reiseskulptur, wie die Künstlerin ihr Werk nennt, versteht sich als permanent wandelnde lebendige Form, die sich als unsichtbares Feld dem Betrachter und der Installation aufspannt. Sie dient der Reflektion, inwiefern die Wirklichkeit sich aus einer Projektion vergangener Strukturen in die Zukunft reproduziert. Dabei handelt es sich um einen experimentellen Versuch sich einem konkreten Bewusstsein der Gegenwart und des Gegenwärtig-Seins anzunähern und sich selbst als poetisches und schöpferisches Wesen wahrzunehmen.

 

Julia Gebauer wurde 1982 in Wolfsburg geboren. Von 2003-2009 studierte sie an der TU Braunschweig Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Philosophie. Anschließend absolvierte sie von 2014-2018 ihren Master im Studium der Raumstrategien (art in public spaces) an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Julia Gebauer lebt und arbeitet in Berlin.

 

Die Ausstellung wird freundlicherweise von der Stadt Wolfsburg sowie vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

arteen 2018 – der Kunstpreis für Kinder & Jugendliche

Das Ausstellungsprojekt der Wolfsburger Künstlerin Bettina Hackbarth stellt den Übergang der Malerei in die digitale Welt mit der Blockchain als sicheren Speicherort dar. Dabei wird Malerei neben digitaler Kunst ausgestellt, die Bettina Hackbarth in die Blockchain implementiert und auf diesem Weg verkäuflich macht. Die Künstlerin sieht das kryptografische Verfahren der Blockchain als wegweisend für einen digitalen Kunstmarkt an.

 

 

 

Arbeiten von Studierenden des Instituts für Architekturbezogene Kunst / TU Braunschweig