Öffnungszeiten

Mi–Fr 10–17
Sa 13–18h
So u. Feiertags 11–18h


Eintritt frei!

Seit dem 01.10.2007 ist die Plattform www.wobstories.de online, ein Videoportal mit Geschichten und Informationen rund um Wolfsburg und die Region. Soziales, Kunst, Kultur, Sport, Musik und Kurioses gibt es hier im Bewegtbild zu sehen.

Gegründet wurden Wobstories von Olaf Levin: Bis heute produziert ein Team aus wechselnden, freien und festangestellten Videoredakteuren beliebte Videoformate, die auf allen gängigen Social Media Plattformen veröffentlicht werden.

Anlässlich ihres 15. Jubiläums zeigen Wobstories im Raum für Freunde eine Zusammenstellung von Eigenproduktionen mit Fokus auf regionale Kunstinstitutionen und Künstler*innen. Neben einem Querschnitt des Programms über die Jahre hinweg kann in der Ausstellung auch der Wechsel der verschiedenen Aufnahmeformate bestaunt werden. Während 2007 noch auf Mini-DV Bändern im Format 4:3 aufgenommen wurde, dreht man heute z.B. mit digitalen Kameras im 6K Bereich.

Artstories by Wobstories gibt den Besucher*innen einen exklusiven Einblick in das Archiv des Wolfsburger Videoportals und ist zugleich ein kleiner Streifzug durch 15 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt.

“Kennst Du das?
Du siehst ein Bild/eine Story/ein Reel/einen Clip und denkst: Nie im Leben!

DU BIST NICHT GANZ SICHER OB REAL ODER FAKE!
DU BIST ÜBERWÄLTIGT!
DU KANNST DIR NICHT ERKLÄREN, WAS DU DA SIEHST!

Je mehr Bilder wir sehen, umso genauer müssen wir hinschauen! Nicht immer ist alles so wie es scheint!
Oder wir sehen Dinge, die wir NIE für möglich gehalten haben!

Wie ist es mit Dir?”

Der arteen, der Kunstpreis für Kinder und Jugendliche aus Wolfsburg, trägt 2022 den Titel UN_REAL und findet wie in den vorherigen Jahren parallel zum arti – dem Kunstpreis für Wolfsburger Künstler*innen statt. Die eingereichten und von einer Kinder- und Jugendjury prämierten Arbeiten werden anschließend im Raum für Freunde gezeigt. Kuratiert wird die Ausstellung von Markus Georg, Lokale Liaison.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der alle Gewinner*innen, sowie die Auswahl der Jury präsentiert.

3Dérives VR – Through the psychogeographies of temporally overlapping 3D scans, partly slipped and partly recognizable, the viewers roam through materialized data bodies that have emerged in public space. The scenarios in which various temporal and spatial processes of (post-)human and machine perception overlap and interlock in a new relationship.

 

Ausgehend von zwei Workshops in der 42 Wolfsburg Schule im Sommer 2021 verwandeln die KünstlerInnen Mitra Wakil und Fabian Hesse den Raum für Freunde in ein immersives Szenarium. Mit Hilfe einer VR-Brille können die Besucher*innen in eine Situation der Wolfsburger Fußgängerzone eintauchen und durch den virtuellen Raum, der anhand der 3D Scans und offen zugänglichen Bildern erstellt wurde, im Stadtraum navigieren.
Durch zeitlich überlappende 3D Scans, teils verglitscht und teils erkennbar, streifen die Betrachter*innen durch materialisierte Datenkörper, die im öffentlichen Raum entstanden sind – Szenarien, in denen sich verschiedene zeitliche und räumliche Verfahren (post-)menschlicher und maschineller Wahrnehmung überlagern und in einem neuen Verhältnis verschränken.
 
Das Künstler*innen-Duo Fabian Hesse & Mitra Wakil (geboren in Augsburg/ Deutschland und Kabul/ Afghanistan) lebt in Berlin und München. Neben ihrer gemeinsamen Ausstellungstätigkeit bauen sie im Rahmen ihrer Professur an der HGB Leipzig einen Forschungsbereich für Digitale Fabrikation auf. Beide arbeiten an den Schnittstellen von bildender Kunst, experimenteller Nutzung neuer Technologien und Strategien demokratischer Selbstermächtigung.

Eva Ertl schreibt: “Ich zeige in meinen Zeichnungen Motive, die uns täglich umgeben, auch solche, die normalerweise unbemerkt oder unbeachtet bleiben, jedoch – manchmal buchstäblich – in neuem “Licht“!” Ihre Werke zeigen komplizierte, unüberschaubare Strukturen, Spiegelungen oder Dunkelheit, Nacht- oder Nahaufnahmen, sie lassen Natur, Bäume, Wasser, auch Stadträume und Objekte vertraut und doch überraschend, verwirrend, undurchschaubar, manchmal entrückt oder fast fantastisch erscheinen. Durch die durchgängig detailierte Ausarbeitung erhalten die Bilder eine besondere Anmutung, nicht selten eine verführerische Stofflichkeit. Eindrücklich sind die meist mit Kohle oder Kreide realisierten Zeichnungen auch durch die zum Teil großen Formate, dank deren die Motive je nach gewähltem Abstand in Fokus und Ausdruck variieren.

Die 1959 geborene Künstlerin studierte Grafik und Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München. Ihre Werke wurden zuletzt unter anderem in der KVD Dachau, im Cordonhaus Cham und im Open Westend in München ausgestellt. Eva Ertl lebt und arbeitet in München.

Viele kennen Max Müller als prominenten Berliner Musiker und Sänger der Alternative Rock-Band Mutter, aber schon seit etlichen Jahren gilt er als ein bedeutender bildender Künstler. Um das Mutter-Album “Trinken Singen Schießen” (2010) zu finanzieren, bot er Interessierten 99 Radierungen an, die in nur wenigen Tagen verkauft waren. Im Jahr 2007 widmete der Kunstverein Wolfsburg unter dem Titel “Welcome Home” den aus Wolfsburg stammenden Brüdern Max und Wolfgang Müller eine umfassende Ausstellung. Inzwischen hat gerade Max Müller sein Spektrum enorm erweitert, sowohl medial – die Ausstellung zeigt Gemälde, Fotografien und Skulpturen – als auch inhaltlich – historische Bildzitate treffen auf Kuriositäten der Alltagswelt. Alle seine Arbeiten verbindet Rauheit, Echtheit und ein tiefsinniger Humor.

Verhüllungen verhindern nicht die Wahrnehmung eines Gegenstandes, sie verändern sie. „Zellstoffplatten, aus denen sich ganz leicht Reliefs von Schieferplatten, aufgeschlagenen Büchern, einer Leinwand, abheben, regen die Imagination der verborgenen Objekte an“ schreibt Yoko Haneda, und visualisiert in einer Werkgruppe Momente dieses Wahrnehmungsübergangs. Die Serie trägt den Titel hidden surface, was darauf verweist, dass es sich hier um eine Art Verdoppelung von Oberflächen handelt: die Oberflächen der verdeckten Gegenstände und die neuen Oberflächen als Resultate der künstlerischen Praxis. Das äußere Erscheinungsbild der Dinge wird von der Künstlerin reduziert, konzentriert und auf wenige Formelemente beschränkt. Ihre Arbeiten sind weiß, ohne jede Farbnuance.
Da es sich bei den Objekten, die Yoko Haneda verhüllt, vielfach um Bücher handelt, kommt in der Rezeption ihrer Werke der Aspekt eines nicht mehr lesbaren Textes hinzu und damit Emotionen wie Neugier oder Enttäuschung. Die Gestalt der Bücher ist noch erkennbar, aber ihr Inhalt kann nicht gelesen werden. Die Ausstellung von Yoko Haneda knüpft damit inhaltlich an die Arbeiten von Hae Kim an, der in seiner vorausgegangenen Ausstellung im Raum für Freunde einen Werkszyklus zeigte, der auf dem Abschleifen und damit Unlesbarmachen von Büchern basiert. Sie wählt jedoch eine Form der Umsetzung, die die Möglichkeit des Reversiblen beibehält. Auch bei Yoko Haneda geht es um die Transformation von alltäglichen Dingen in Werke der Kunst.

Yoko Haneda (*1941 in Tokyo) studierte Freie Kunst und Kunstpädagogik an der Tama Universität der Kunst, Tokyo und visuelle Kommunkation an der Gesamthochschule Kassel. Sie lebt und arbeitet in Wolfsburg. Ihre Werke waren unter anderem in Einzelausstellungen in Tokyo, Kassel und Tsuruga sowie in einer Vielzahl an Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen.

Ausgehend vom immersiven Moment des Lesens schleift Hae Kim die Oberflächen der von ihm gelesenen Bücher ab und verarbeitet den gesammelten Staub in lang angelegten Arbeitsprozessen weiter. MONOLOG zeigt die sorgfältig präparierte Erinnerung eines Jahres, erzählt von Routinen und Zeiteinheiten, verrät winzige persönliche Details aus dem Leben des Künstlers und stellt schließlich grundlegende Fragen nach Wahrheit und Sinn.

Hae Kim (*1983 in Seoul) studierte Freie Kunst bei Björn Dahlem und Thomas Virnich und schloss sein Studium 2020 als Meisterschüler bei Thomas Rentmeister an der HBK Braunschweig ab.
Er lebt und arbeitet in Braunschweig. Zuletzt waren seine Arbeiten im Rahmen von KUNST LÄSST LEERSTAND LEUCHTEN (Allgemeiner Konsumverein), beim Festival ZUKUNFTSVISIONEN 2020 in Görlitz, im Kunstverein Braunschweig und im Literaturhaus Hildesheim zu sehen.

Mittelpunkt der Installation breathe in, breathe out ist ein ca. 40–50 Jahre alter Fallschirm, den der Großvater der Künstlerin vor ungefähr 5 Jahren und ca. 1 Jahr vor seinem Tod seiner Enkeltochter vermachte. Zuvor lagerte dieser Fallschirm bereits etliche Jahre im Keller des ehemaligen Fluglehrers und auch passionierten Kunstfliegers mit Segelflugzeugen. Vom Keller wanderte er auf den Dachboden der Künstlerin.

Das elfenbeinfarbige Tuch und die feingliederige Verstrebung der Bänder finden sich nun im Ausstellungsraum wieder und wachsen teilweise aus ihm heraus. Die Bänder bilden dabei leicht vibrierende grafische Linien auf dem Weiß der Seitenwände. Der aufgespannte Stoff lässt die inneren Nähte und Stoffbahnen ähnlich einem Mandala erscheinen. Ein hinter dem Tuch verborgener Ventilator bläst summend und ein leichter Windzug lässt damit zarte Bewegung durch den unteren Teil des Tuches kommen. Der Fallschirm hält Luft auf, wenn man fällt – hier scheint er den Raum eher aufzumachen und den Betrachtenden diese Luft anzubieten.

Gilta Jansen (*1979 in Neuss) war 2008 Meisterschülerin bei Frances Scholz an der HBK Braunschweig und lebt und arbeitet in Wendland/Elbe. Raumgreifende Installationen zeigte sie in den letzten Jahren u. a. im Kubus Hannover, im Salon Salder Salzgitter, in der Stiftung & Kunstverein Springhornhof und im Kunstraum Tosterglope.

  Anna-Maria Meyer

 Dendriten

Eröffnung: 27. Juni 2019, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 28. Juni bis 4. August 2019

Ab Ende Juni werden im Raum für Freunde des Kunstverein Wolfsburg Arbeiten von Anna-Maria Meyer präsentiert. Die Braunschweiger Künstlerin setzt sich vorrangig mit der Natur und deren „Auswüchse“ auseinander. Dabei greift sie die vorgefunden biomorphen Strukturen auf, überträgt diese in verschiedene Medien (z. B. Objektträger, Overhead-Projektor oder Bleistiftzeichnung) und schafft so eindrucksvoll differenzierte, teils wuchernde, teils morbid anmutende Formen.

Der aus dem lateinischen abgeleitete Terminus der Dendriten, den Anna-Maria Meyer als Titel ihrer Ausstellung wählte, beschreibt Verästelungen und Verzweigungen wie sie etwa bei Zellstrukturen in der Biologie oder bei Schnee- und Eiskristallen in der Geologie vorkommen. Die Künstlerin möchte die Besucher*innen animieren genau hinzusehen und neugierig zu sein und kreiert so letztlich eine Ode an das Sehen.

 Anna-Maria Meyer (*1987) schloss im Jahr 2014 ihr Studium Bildende Kunst bei Professorin Kerstin Drechsel und Professor Johannes Spehr an der Kunsthochschule Kassel mit Auszeichnung ab. In der Vergangenheit war sie vor allem mit Ausstellungen in der Region präsent, so beispielsweise zuletzt im Museum für Photographie Braunschweig, im BBK Braunschweig oder im Schloss Wolfenbüttel. Anna-Maria Meyer lebt und arbeitet in Braunschweig.

Meine Axt teilt meinen Lieblingstisch

Ton Bild Bewegtbild und Text zum bisherigen Lebensweg des Hamburger Labels Buback

1.4.-01.05.2011

Eröffnung: 31.3.2011, 19 Uhr

Konzert: „3 normal beatles“, 20 Uhr

Ausgewählter Ort 2011

Wie soll ich das jetzt sagen. Dass ich mich schäme. Für die Popbeauftragtheit und so. Auch ich bin schließlich ein Land der Ideen. Sprechgesang mit Migrationshintergrund. Skill the nation with a groove. Aber ich spüre, wie sich allmählich zarte Wurzeln bilden, mit denen ich in meine verdammte Popidentität hineinwachse. Auch ich will endlich wer sein. (Nach all der Zeit). Und die Musik ist für mich nun mal die ehrlichste Form, zu meiner Stadt und ihren Gefühlen wieder zurück zu finden. Das muss gehen. Scham reinigt. Außerdem muss man den Kindern doch auch mal Werte vermitteln dürfen, weil wir schon früher besser waren. Wo man doch sowieso schon total verstanden wurde, vor allem von denen, die nichts kapieren. Also in diesen Zeitungen, die sie eben haben. Und den Radios. Und diesen Scheiß-Tabellen! Und Listen. Oder meinetwegen, dass man sich einfach mal selbst thematisiert. Also wir. In irgendwelchen Rahmen. Und diesen Räumen, die es gibt. Dafür sind die doch da. Das muss doch möglich sein! Das ist meine Selbstdarstellung und ich brüll rum, wenn ich das meine. Weil: Man kann das Laub eines Baumes bis in alle Ewigkeit beschneiden, aber das bringt nichts; ein Baumschnitt bringt nichts. Der Baum wird nur stärker dadurch. Okay!?! Was ich sonst noch zu sagen hätte, dauert drei, vier Ausstellungen. Ist mir egal, wofür ihr mich haltet, aber hoffentlich für dünn, dünn, dünn.