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Eintritt frei!

Diamond Plates

Jacqueline Doyen

Eclipse

07/09–04/11/2012

Kuratiert von Justin Hoffmann

In der Ausstellung Eclipse zeigt die New York-Stipendiatin Jacqueline Doyen, neue Arbeiten, die teils in Folge ihres USA-Aufenthalts entstanden sind. Doyens Skulpturen, Collagen und Plakate stehen inhaltlich miteinander in Verbindung. Mit großer Intensität geht die heute in Berlin lebende, französische Künstlerin der Frage nach, was die Medienbilder von Politikern oder Stars, was die architektonischen Formen unserer Städte tatsächlich mitteilen. Die Medien und der urbane Raum sind gesellschaftliche Bereiche, in denen kommunikative Verhältnisse herrschen, die oft unbemerkt ihre Wirkung erzielen. Doyen interessiert sich weniger für die offensichtlichen als vielmehr für die unterschwelligen Aussagen.

Das Sammeln bildet dabei eine wichtige Grundlage ihres künstlerischen Schaffens. Seit langem sammelt Jacqueline Doyen Bilder von Politikern und Stars, die sie in Zeitschriften, Zeitungen oder im Internet findet. Insbesondere interessiert sie sich für Aufnahmen von Personen, deren Gestik prägnant erscheint. Sie transformiert diese Bilder durch kleine Veränderungen und ordnet sie mitunter nach der Art der Körperhaltung und Handbewegung.
Gerade in den Skulpturen zeigt Jacqueline Doyen, wie die Methode der Dekonstruktion als sinnlich-körperliches Erlebnis erfahrbar werden kann. Mit Strategien dieser Art beleuchtet sie wichtige aber kaum wahrgenommene Symptome des Öffentlichen. Die Visualität des Politischen mündet in eine vom Text gelöste Sprache der Kunst.

Das New York-Stipendium wird von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur verliehen. Die damals in Braunschweig lebende Jacqueline Doyen erhielt die Auszeichnung im Jahr 2010 für den Aufenthalt im Jahr 2011. Das zwölfmonatige Stipendium ist an das International Studio and Curatorial Program (ISCP) in New York angebunden. Im Kontext dieser Förderung steht ihre Einzelausstellung im Kunstverein Wolfsburg, an die eine weitere Ausstellung anschließt, die vom 17. November 2012 bis 27. Januar 2013 im Kunstverein Lingen Kunsthalle präsentiert wird.