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Eintritt frei!

Elisabeth Stumpf

Inside the internal light, 2011

20/05–19/06/2011

Seit 2007 sind es ausschließlich Berge – von der Spitze bis ins tiefste Innere – die das Werk der Braunschweiger Künstlerin Elisabeth Stumpf bestimmen. Für ihre Zeichnungen, Videos, Installationen und Fotografien bedient sie sich aus dem umfangreichen Repertoire der Kulturgeschichte der idealisierten Landschaft. Auf großen Graphit Zeichnungen begegnen dem Betrachter Bergmassive in strahlender Imposanz; düstere, begehbare Installationen erinnern an s/w -Heimatfilmsets. Den romantisch anmutenden Bildern und dramatischen Inszenierungen ist gemein, dass sie die Frage nach dem Verhältnis von Werk und Betrachter, vor allem in ideologischer und emotionaler Hinsicht thematisieren. Videos und Fotografien, in denen die nackte Künstlerin selbst den mit Plastikblumen geschmückten Gipfel erklimmt, schließen sich an und treiben die Künstlichkeit der Inszenierungen auf die Spitze.
Die Installation „Inside the internal light“, von der Künstlerin eigens für den Raum für Freunde im Kunstverein entworfen, geht noch weiter. Die Einladungskarte zur Ausstellung lockt verheißungsvoll mit der Darstellung einer glitzernden, rosa Höhle, in der eine nackte Frau Blumen drapiert – eine Szene, die an Darstellungen von Körper und Körperinnerem von Künstlerinnen wie Judy Chicago, Niki de St. Phallle aber auch Mona Hatoum erinnert. Die erste reale Begegnung mit der Installation ist dann ernüchternd: dem Betrachter offenbart sich vor allem das ungeschönte Konstrukt mit offenen Balken, Lichterketten und Stoffbahnen als würde man eine Bühne backstage betreten. Doch auch wenn man sich um die Installation herum bewegt, sozusagen vor die Bühne und damit an den angestammten Ort des Betrachters mit dem Blick in die Szenerie, bleibt das Versprechen der Fotografie ein Sehnsuchtsort der Imagination.