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Eintritt frei!

Communauté/Gemeinschaft. Blick In Die Ausstellung

Communauté / Gemeinschaft

27/11/2010–27/01/2020

Künstler*innen

  • raumlaborberlin / Markus Bader
  • Oda Projesi & Nadin Reschke
  • Lara Almarcegui
  • Johanna Billing
  • Jeremy Deller
  • Bertille Bak

Kuratiert von Anne Kersten und Sophie Legrandjaques

Seit einigen Jahren wird die Idee der Gemeinschaft erneut hinterfragt, untersucht und auch direkt verwirklicht. Utopische Lebens- und Arbeitsideen, in der Linken der 1968er Jahre geboren, finden ganz selbstverständlich Form in einem Boom von Hausprojekten, Baugruppen, Genossenschaften und kollektiven Arbeitsgruppen. Die Gemeinschaft versus des Einzelnen erfreut sich, verortet in architektonischen Entwürfen und Arbeitsgruppen, großer Beliebtheit. Gleichzeitig verfolgen virtuelle Gemeinschaften wie Facebook und StudiVZ eine Idee von Gemeinschaft, die neben der Vernetzung auch kommerziellen Interessen dient, wie sich am Beispiel des Verkaufs des Studentennetzwerks StudiVZ im Jahr 2007 auf erstaunliche Weise gezeigt hat. Diese temporären und flüchtigen aber dennoch Gewinn bringenden Verbindungen prägen momentan den Begriff von Gemeinschaft einer jüngeren Generation. An Popularität gewann das Thema auch mit dem Beginn der jüngsten Wirtschaftskrise 2008 – die unsichere Situation ließ stabilere Werte und Möglichkeiten des Miteinanders aufscheinen.

Die Frage in welchen Formen sich Gemeinschaften heute und besonders vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Geschehnisse bilden, soll in der Ausstellung anhand von künstlerischen Arbeiten weitergedacht werden. Dabei spielen die ausgewählten Bereiche Architektur, Arbeit, Politik sowie Mode, Musik und Sprache als Verortungen eine Rolle.

Die Ausstellung „Communauté / Gemeinschaft“ findet im Rahmen von thermostat, Zusammenarbeit zwischen 24 centres d’art und Kunstvereinen statt. Im Anschluss an die Station im Kunstverein Wolfsburg wird sie im Le Grand Café in St. Nazaire gezeigt.

Thermostat beruht auf einer Initiative des Verbandes der französischen centres d’art – d.c.a (association française de développement des centres d’art) und des Bureau de la création artistique – Arts plastiques des Institut français in Deutschland; das Projekt wird unterstützt von der Kulturstiftung des Bundes, dem französischen Kulturministerium und Culturesfrance, dem Bevollmächtigten für die deutschfranzösische kulturelle Zusammenarbeit sowie von der Französischen Botschaft in Berlin.