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Spiritual * Digital

Eröffnung: 21. Februar 2019, 19 Uhr
Ausstellung: 22.02.–05.05.2019
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Auf dem ersten Blick wirken die Bezeichnungen spirituell und digital tendenziell gegensätzlich. Blickt man jedoch auf die Geschichte der digitalen Bildkultur, so fällt die Präsenz spiritueller, kosmischer und psychedelischer Komponenten auf. Eine visuelle Richtung, die später mit den Visuals in Clubs der elektronischen Musik ihre Fortsetzung fand. Die Pioniere der Computertechnologie, die in den 1970ern und 1980ern im Silicon Valley tätig waren, waren nicht nur von den Möglichkeiten der neuen Technologien und den von ihr geschaffenen virtuellen Räumen begeistert, sie fühlten sich vielfach auch der Hippie-Kultur und fernöstlichen Glaubensrichtungen verbunden. Mit dem häufig verwendeten Begriff der „Kalifornischen Ideologie“ versucht man diese zunächst polar erscheinenden Momente der Technikeuphorie und der spirituellen Intentionen zusammenzubringen. Eng damit verknüpft ist die Idee, durch neue Informationstechnologien eine neue, freiere Welt zu schaffen.

Der virtuelle Raum ist zunächst unbesetzt und kann so mit neuen Bedeutungen, Hoffnungen und Zielen belegt werden. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit Technologien unser spirituelles Bewusstsein verändern können. Im Unterschied zu Materialisten, die die Religion als virtuelle Realität (also nicht von dieser Welt) titulierten, bezeichnete der Ästhetiktheoretiker und Künstler Bazon Brock Religion als reale Virtualität. Dabei kann man Verbindungen zwischen der „realen Virtualität“ der Religion und der von Computern geschaffenen virtuellen Welt herstellen. Vergleichbar mit den digitalen virtuellen Welten wird Spiritualität durch Erfahrungen geprägt. Dabei spielt das Erlebnis als individuelle Existenz in der Totalität des Universums eine wichtige Rolle. Der Blick auf den unendlichen Kosmos erzeugt beim Menschen oftmals Fragen nach dem Sinn seiner Existenz.

Die Künstler*innen der Ausstellung spiritual * digital beschäftigen sich in ihren künstlerischen, digitalen Arbeiten auf sehr unterschiedliche Weise mit spirituellen Themen. Jörg Brinkmann, Herder-Förderpreisträger im Jahr 2012, bezieht sich wie in seinem Video „Entschleunigter Moses“ immer wieder direkt auf Religion oder evoziert spirituelle Momente mit Hilfe einer VR-Brille. Muhannad Shonos „Ritual Machine“ demonstriert mit vier in Zusammenarbeit mit einem Robotik-Professor entwickelten, sich synchronisierenden Apparaten, wie schnell der Einzelne in eine rituelle Handlung eingebunden werden kann. Philipp Geist der weltweit in und an zahlreichen sakralen Architekturen Lichtkunstprojekte realisierte, präsentiert im Kunstverein Wolfsburg einen begehbaren Lichtraum. Dabei entsteht ein Zusammenspiel zwischen den Besuchern bzw. deren Schattenbildern und den Projektionen abstrakter Licht- und Textstrukturen. Die Künstlerin Rui Zhang verbindet auf verblüffende Weise altchinesische, buddhistische Bildtraditionen mit Motiven neuester Technologien. Die Musikerin und Künstlerin Polina Lapkovskaja arbeitet mit sphärischen digitalen Klängen, sogenannten Binauralbeats, die direkt auf bestimmte Bereiche des menschlichen Gehirns einwirken. An das Ohr dringt Schall mit leicht unterschiedlicher Frequenz. Diesen Sounds wird nachgesagt, sie könnten im Unterbewussten spezielle Gefühle erzeugen. Bei der Eröffnung singt Lapkovskaja aka Pollyester als dritte Komponente zum stereophonen Sound. Die scheinbar meditative, mehrstündige Performance hat jenseits des akustischen Erlebnisses eine manipulative Note, mit der die in München lebende Künstlerin experimentiert.

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Künstler*innen: Jörg Brinkmann, Philipp Geist, Polina Lapkovskaja, Muhannad Shono,
Rui Zhang

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Kuratiert von: Justin Hoffmann

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Die Ausstellung wird freundlicherweise gefördert von: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hanns-Lilje-Stifung, Stadt Wolfsburg


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