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CHICKS ON SPEED
Atelier COS

Eröffnung: 20.02.2004, 19 Uhr
Ausstellung: 21.02. - 25.04.2004

 

Bei der Gruppe Chicks On Speed beruht das Interesse, Pop Star zu werden, nicht auf dem Einfall eines Medienkonzerns sondern auf einer künstlerischen Strategie. Ihr Plan scheint aufgegangen zu sein. Mit dem Stück „Kaltes Klares Wasser“ stürmten sie 2001 die Hitparaden, waren monatelang an der Spitze der deutschen Dance Charts und traten in der Sendung „Top of the Pops“ auf. Ihre Ursprünge aber liegen in der Akademie der Bildenden Künste in München, an der zwei von ihnen, Alex Murray-Leslie aus Australien und Melissa Logan aus den USA, studierten. Zusammen mit Kiki Moorse führten sie unter dem die bayerische Kultur persiflierenden Namen „Seppi Bar“ viel beachtete Kunst-Events durch. Ab 1997 verzichteten sie immer mehr auf die individuelle Künstlerkarriere zugunsten der kollektiven Produktion zu dritt. Zunächst war Chicks On Speed ein Kunst-Fake-Produkt, d.h. sie stellten Merchandise-Artikel und Videos wie eine Girls Group aber noch keine Musik her. Das änderte sich 1998. Sie entwickelten ihre Kenntnisse in der Herstellung elektronischer Musik weiter und sangen Pop-Songs nach. Mit Hilfe von DJ Hell als Produzent entstand die erste Single „Warm Leatherette“ von Daniel Miller, zuvor bekannt vor allem in der Version von Grace Jones.

An der visuellen Gestaltung der Tonträger waren Chicks On Speed stets besonders interessiert. Schon auf dem Cover ihrer ersten Single ist ihr spezieller Collage-Stil, der Körperausschnitte in rauher Manier aneinander setzt, zu erkennen. Seitdem entwickelten sie ihre künstlerische Produktion ständig weiter. Besonders auf die Herstellung extravaganter Kleidungsstücke, die sie teilweise für Auftritte und Foto-Shootings verwendeten, legten sie großen Wert. Zum vielfältigen künstlerischen Repertoire von Chicks On Speed gehören heute Videos, Zeichnungen, Collagen, Skulpturen, Textilarbeiten, Aktionen und Installationen.

 

Chicks on Speed sind:

Alex Murray-Leslie (Sidney), Melissa Logan (New York), Kiki Moorse (München)

 

Kuratiert von: Justin Hoffmann
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