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Operation Mindfuck
Eröffnung: 17.09.2015, ab 19 Uhr, Gewölbekeller, Schloss Wolfsburg
Ausstellung: 18.09.-08.11.2015
 

Wie paranoid müssen wir heutzutage sein?
Existiert ein Masterplan bestimmter Gruppen, der uns machtpolitisch lenkt?

Das Thema Verschwörung erlebt aktuell in der Gesellschaft eine Hochphase, besonders die in letzter Zeit offenbar gewordenen Überwachungsmethoden von Geheimdiensten lassen zuvor paranoid erschienenes Verhalten zusehends notwendig werden. Was wir aus dystopischen Romanen wie 1984 kennen, hat sich in den letzten Jahren zu faktischen Vorgängen manifestiert und verändert unsere Gesellschaft nach und nach. Abhör-, Überwachungs- und Datenklau-Skandale machen uns zusehends bewusst, dass heutige technische Möglichkeiten auch einen fruchtbaren Nährboden für konspirative Machenschaften und geheime Manipulationen darstellen.

Durch geleakte Informationen ist unser Wissen um solche Vorgänge zwar höher als je zuvor, doch fühlen wir uns zusehends ohnmächtiger. Die Gewissheit darüber, dass die wichtigen Entscheidungen gar nicht mehr auf dem Feld getroffen werden, das wir überblicken und eventuell politisch beeinflussen können, lässt ein Machtvakuum entstehen, das zu einer zunehmenden Resignation führt.

Verschwörungstheoretiker holen sich ein Stück Macht zurück,eine Macht, die eng an den Begriff des Wissens gekoppelt ist, das zumeist ein geheimes Wissen ist. Der Verschwörungstheoretiker etabliert seine Wahrheit und gibt damit vor als einziger die Vorgänge zu durchschauen. Dies kann weder eindeutig als gut noch als schlecht bewertet werden: Es ist erst einmal nur Ausdruck der zuvor entstandenen Machtkrise.

Sich in Bezug auf Verschwörungstheorien eindeutig zu positionieren erscheint unmöglich. Dies will die Ausstellung auch nicht. Die gezeigten künstlerischen Arbeiten spüren den Strukturen und der Faszination von Verschwörungstheorien nach und hinterfragen unsere Konstruktion von Wirklichkeit.
 

Künstler: Aram Bartholl, Sven Kalden, Andreas Seltzer, Sander Veenhof, Ivar Veermäe, Piet Wessing
 

Kuratiert von Jennifer Bork
 

Mit freundlicher Unterstützung von
Stiftung Niedersachsen,
Volkswagen AG,
Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg,
Stadt Wolfsburg,

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